Thomas Mann

"Das putzt ganz ungemein."

Neuerscheinung

Ralf Höller: "Das Wintermärchen. Schriftsteller erzählen die Bayerische Revolution und die Münchner Räterepublik 1918/19"

Das Buch von Ralf Höller handelt von den 175 Tagen linker und linksradikaler Regierungen im Zuge des Umsturzes in Bayern am 7. November 1918 (zwei Tage vor dem Sturz der Monarchie im Reich). Es werden die Ereignisse aus Sicht der damals in München lebenden Schriftsteller geschildert. Auch ein Kapitel über die Schweiz ist enthalten, über den Internationalen Sozialistenkongress in Bern, an dem Kurt Eisner und Ernst Toller teilnahmen und über den Annette Kolb ausführlich berichtete.

Breiten Raum in der Darstellung Höllers nimmt Thomas Mann ein. Meist wird er im Zusammenhang mit der Nachkriegszeit nur als Verfasser der Betrachtungen eines Unpolitischen wahrgenommen. Dies wird ihm nicht gerecht. Im Gegenteil: Thomas Mann wandelte sich im ersten Münchner Nachkriegsjahr von einem Vertreter reaktionärer Thesen zu einem differenzierten Betrachter der Ereignisse – mit erstaunlichen ideologischen Sprüngen. Wie Oskar Maria Graf der Fürsprache Rilkes seine Haftentlassung, hat Ernst Toller dem Eintreten (vor allem Max Webers, aber auch) Thomas Manns zu verdanken, dass er vor Gericht recht glimpflich davonkam.

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