Thomas Mann

"Das putzt ganz ungemein."

Lesung

Unordnung und frühes Leid

Novelle von Thomas Mann

mit Lars Jung, Staatsschauspiel Dresden

Er stand zweifellos auf dem Höhepunkt seines Schaffens und Lebens, Thomas Mann, 1925, um die Zeit seines 50. Geburtstages, als er die Novelle „Unordnung und frühes Leid“ schrieb. Große Romane und kleine Geschichten waren ins Land und in die Welt hinausgegangen, schon zu Zeiten des deutschen Kaiserreiches, von dessen Wertvorstellungen sich zu lösen, ihm recht sauer wurde, wie die zum Zeitpunkt ihres Erscheinens bereits peinlich überholten „Betrachtungen eines Unpolitischen“ mitfühlen lassen. Er hatte gelernt, sich in den neuen demokratischen Umständen zurechtzufinden. Mit klugen und gut formulierten öffentlichen Äußerungen
zu aktuellen Fragen und Ereignissen von Kunst und Literatur hatte er die Position eines Verständigen erlangt, auf dessen
Rat man in Kulturfragen hörte. Der Besitz, insbesondere sein 1913 erbautes großbürgerliches Haus in München, war erhalten
geblieben und bot die günstigsten Voraussetzungen für ein glückliches Familienleben. Die alte Produktivität war uneingeschränkt vorhanden, wie die Veröffentlichung eines zweiten großen Romans, „Der Zauberberg“, ausweist, und die Auszeichnung mit dem Nobelpreis für Literatur stand bevor. Großes Neues, die Bearbeitung der biblischen Josephsgeschichte, war in Angriff genommen; wer hätte vorausahnen können, dass deren Fertigstellung sich unter Verlust dieser sicheren Bürgerlichkeit vollziehen sollte?!

Weitere Informationen zu der Veranstaltung und zum Thomas-Mann-Freundeskreis Dresden entnehmen Sie dem Flyer.

Zeit: Freitag, 9. Juni 2017, 19.30 Uhr
Ort: Zentralbibliothek der Stadt Dresden, Schlossstr. 2 (Kulturpalast), 01067 Dresden

Eintritt: Erwachsene 10 € | ermäßigt 8 €

Vorverkauf: SZ-Treffpunkt Altmarkt-Galerie, 01067 Dresden (Tel.: 0351 4810318) / www.thomas-mann-freunde-dresden.de

Abendkasse

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