"Das putzt ganz ungemein."

Call for Papers - Thomas Mann Jahrbuch 2027

Ökonomie in "Buddenbrooks. Verfall einer Familie"

Der mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Debütroman Thomas Manns Buddenbrooks. Verfall einer Familie, feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass möchten wir einen neuen Blick auf ein zentrales Thema des Romans werfen, das auch in der Forschung intensiv behandelt wurde: Ökonomie. Während sich die frühe Forschung zunächst insbesondere mit dem Kaufmann in der Literatur, bzw. dem Kaufmannsroman auseinandersetzte, rückte später der Aspekt des Verfalls in den Fokus des Interesses, der nicht zuletzt in der engen Verknüpfung von ökonomischem und gesellschaftlichem Verfall der Familie sichtbar wird.

Wie in Buddenbrooks ökonomische Fragen, Entwicklungen und Konzepte verhandelt werden, soll im Thomas Mann Jahrbuch 2027 näher beleuchtet werden. Neben Fragen nach dem Kreditwesen und dem Geld im eigentlichen Sinn, kann auch die Ordnung der Geschlechter betrachtet werden, die sich vor dem Hintergrund des Ökonomischen konstituiert. Darüber hinaus lassen sich die Begriffe des Ökonomischen wie des Geldes auch ausweiten, sodass weitere ökonomische Prozesse in den Blick genommen werden können. Wie wird in Buddenbrooks die Zirkulation der Zeichen geregelt, in welchem Zusammenhang steht das Ökonomische grundsätzlich mit der Sprache, in welchem mit der Poetologie? Welche Ökonomien (etwa der Gabe oder der künstlerischen Wertschöpfung) werden außerdem produziert und verhandelt?

Weitere mögliche Ansätze könnten sein:

Diese Ideen verstehen sich als erste Anregungen, weitere Ideen sind willkommen. Bitte schicken Sie Ihre Themenvorschläge (Exposé von ca. 300 Wörtern, Informationen zu Ihrer Person) bis zum 31. März 2026 per E-Mail an imke.jelen@thomas-mann-gesellschaft.de. Sie erhalten bis Ende April Nachricht, ob Ihr Vorschlag angenommen wurde. Abgabetermin für die Beiträge ist der 31. August 2026.

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