"Das putzt ganz ungemein."

Zeitsprünge - Standpunkte: „Kämpfen - wofür? Zeitenwende und Wehrpflicht“

Podiumsdiskussion

Unter der Moderation der Direktorin des Buddenbrookhauses, Dr. Caren Heuer, findet am Mittwoch, 6. Mai, um 19 Uhr die Veranstaltungsreihe Zeitsprünge - Standpunkte statt. Sie verknüpft literarische Texte der Manns mit aktuellen Debatten der Gegenwart. Im Fokus steht Klaus Manns autobiografischer Text Der Wendepunkt, gelesen von Heiner Kock (Theater Lübeck). 

Dort schreibt Klaus Mann: „Jeden Tag kann ich ja zu den Fahnen gerufen werden. Ich wünschte, es wäre soweit!“ 1941 meldet sich der von Nazideutschland ausgebürgerte Klaus Mann freiwillig bei der amerikanischen Armee, um sich aktiv am Krieg gegen das nationalsozialistische Deutschland zu beteiligen. Sein Engagement als Soldat in der US-Army wird für ihn zum „guten Kampf […] für die Sache der Freiheit.“
Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist die Diskussion, v.a. auch im europäischen Diskurs, wieder aufgenommen worden, ob oder was Menschen bereit sind, für ihre Freiheit und gegen äußere Bedrohungen zu tun. Zählt der Kampf auf Leben und Tod dazu? Wofür ist jede einzelne Person bereit, das eigene Leben zu wagen – und zu töten? Für welche Werte und für wen? In der neu aufgeflammten Debatte zur Wehrpflicht stellen sich diese und weitere Fragen, die auch auszuhandeln sind im Spannungsfeld von Individuum und Gemeinschaft. Darf das Kollektiv seine Mitglieder zum Dienst an der Waffe verpflichten?
Diese und weitere Fragen werden auf dem Podium diskutiert. 

Gäste: Ole Nymoen (Podcaster und Buchautor) und Piotr Szymański (Center for Eastern Studies, Warschau, Abteilung Sicherheit und Verteidigung)

Da es sich bei der Veranstaltung um eine Kooperation zwischen dem Förderverein des Buddenbrookhauses, der Heinrich Mann-Gesellschaft und der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Buddenbrookhaus handelt, besteht vor und nach der Veranstaltung zudem die Möglichkeit sich über die Arbeit der drei Vereine zu informieren. 

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung über das kostenfreie Ticket wird gebeten.

 Ole Nymoen 
© Marc Büschel
Ole Nymoen ist freier Journalist, Podcaster und Buchautor. In dem Podcast "Wohlstand für Alle" spricht er mit Wolfgang M. Schmitt seit 2019 über Geld sowie über ökonomische Ideengeschichte und politische Ökonomie. 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Schmitt das Buch "Influencer. Die Ideologie der Werbekörper", dasss ein großes Presseecho hervorrief und zum SPIEGEL-Besteseller wurde. 2025 erschien "Warum ich niemals für mein land kämpfen würde", ein Beitrag zur aktuellen Debatte rund um die Wehrpflicht.

 Piotr Szymański 
© OSW
Piotr Szymański ist stellvertretenden Leitder der Abteilung für Sicherheit und Verteidigung am zentrum für Oststudien (OSW) in Warschau. Er ist seit 2015 als Analyst mit dem Zentrum verbunden, zunächst im Rahmen des Projekts "Sicherheit und Verteidigung in Nordeuropa" und anschließend im programm für Regionale Sicherheit.  In den Jahren 2022-2024 war er im Büro des Bundesamtes für Zoll und grenzsicherheit (BAZG) an der Schweizerischen Botschaft in Warschau tätig. Sein Studium absolvierte er in Warschau, Bonn und Moskau. Zu seinem Forschungsschwerpunkten gehören Verteidigung und Abschreckung im Rahmen der NATO sowie die Sicherheit im nordisch-baltischen Raum.

 Heiner Kock 
© Felix Broede
Heiner Kock sammelte die ersten Bühnenerfahrungen bei den Freiluftspielen in Waren, woraufhin er von der Regisseurin Ute Lubosch als Sing- und Tanztalent entdeckt wurde. Während seines Studiums an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig, spielte er unter anderem in "Jekyll & Hyde" (Leipzig, 2013) sowie "Der große Marsch" (Leipzig, 2013) und gewann noch im selben Jahr den Ensemblepreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Seit 2018 gehört er dem Ensemble des Theater Lübeck an und ist nebenbei als Synchronsprecher tätig.

Veranstaltungsort
Katharineum 
Königsstraße 27-31
23552 Lübeck

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