"Ach ja, das, was man nicht kann, das ist die Kunst."

Wissenschaftliche Publikationen

2026

Uwe Neumann: Die goldene Spur
Die produktive Rezeption der Werke von Thomas Mann stellt ein Forschungsgebiet dar, das noch kaum erkundet ist. Über Jahrzehnte wurde der Blick durch das zählebige Klischee verstellt, Thomas Mann habe keinerlei Einfluss auf die Literatur ausgeübt, gipfelnd in dem Superlativ, er sei der wirkungsloseste Autor der Weltliteratur.

Mit seiner in jahrelanger Arbeit entstandenen Studie über die weltweite produktive Rezeption des Zauberbergs tritt Uwe Neumann den Gegenbeweis an. Anhand einer einzigartigen Materialfülle wird veranschaulicht, wie sehr der Zauberberg seit nunmehr 100 Jahren auf Schriftstellerinnen und Schriftsteller als Anreger gewirkt hat. Die Spannbreite der Auseinandersetzungen ist sehr komplex und vielgestaltig, sie reicht von punktuellen Anspielungen bis zu Fortschreibungen und Gegenentwürfen. Der Roman ist ein „global player“, seine Strahlkraft einzig vergleichbar mit den Wirkungen von Kafka, Joyce und Proust. Überdies ist er aktueller denn je, gerade die vergangenen 25 Jahre zeigen national wie international eine besonders intensive Rezeption. Dass die umfangreiche Studie von Uwe Neumann in ihrem Forschungszweig ein zukünftiges Standardwerk darstellen wird, darf bereits als sicher gelten. Alexander Honold spricht von einem „herausragenden Forschungsereignis".

 Klostermann Verlag, Frankfurt a.M. 2026

 

2025

Gleitende Abhänge. Thomas Manns Buddenbrooks und der Aufbruch in die Moderne
Britta Goerke
Untergang und Verfall faszinieren bis heute und haben den Blick auf die Buddenbrooks anhaltend geprägt. Dies Werk aber ist nicht nur Verfallsroman, nicht nur Décadence des Fin de Siècle. Die aufgeworfenen Fragen sind heute virulenter denn je.
Die hier untersuchten Zeitstrukturen sowie Entgrenzung, Loslösung und Strukturverlust sind integrale Aspekte der Moderne. Modern sind Selbstentfremdung und Überreflexion, Desorientierung und Sinnkrise. Der psychologische Scharfblick, mit dem diese im Verlauf des Romans zunehmende Symptomatik entfaltet wird, ist selbst Signum der Epoche. Die literarisch analysierte Psyche ist die eines ausgesetzten Individuums in einer bedrohlichen Welt, mit innerseelischen Abgründen, die man selbst im Zauberberg vergebens sucht.
Kaufmanns- wie Familienroman werden unvermerkt abgestreift, der Realismus hinter sich gelassen. Unter alledem schält sich ganz anderes heraus: die Erkundung der Befindlichkeit einer gefährdeten, bedrängten Generation, die sich – ihrer Sicherheiten und Perspektiven zunehmend beraubt – vor die nahezu unlösbare Aufgabe gestellt sieht, sich selbst inmitten von Auflösung und Verlust im Wirbel der neuen Zeit neu zu erfinden.

  Königshausen & Neumann, Würzburg 2025

 

Von der Senatorenwitwe zur Schokoladenprinzessin. Karsten Blöckers Thomas Mann Studien 1993 - 2023
Herausgegeben von Britta Dittmann und Manfred Eickhölter
Karsten Blöcker war ein prominenter Vertreter der Thomas-Mann-Forschung in Lübeck. Er bewohnte seit 1971 das letzte Wohnhaus der Schriftstellerfamilie Mann in der Roeckstraße. Nachdem er begonnen hatte, darüber zu publizieren, mehrten sich Besuche der Kinder und Enkel von Heinrich und Thomas Mann, trafen sich dort Mitglieder der literarischen Vereinigungen zum Austausch. Karsten Blöcker war ein geselliger Mensch, ein geschätzter Gastgeber und ein versierter Briefeschreiber. Seine Vorträge, Aufsätze in Zeitschriften und seine kleinen Publikationen schufen ihm seit 1993 einen stetig wachsenden Kreis von Lesern und Verehrern. 2023 ist Karsten Blöcker im Alter von 87 Jahren verstorben. Eine Buchauswahl war als Querschnitt anzulegen, sodass die zahlreichen Interessentenkreise, Vereinigungen und Gesellschaften, in denen Karsten Blöcker aktiv tätig war, die Chance erhalten, einen Blöcker kennenzulernen, von dem sie bisher wenig Kenntnis besaßen oder besitzen.

 Schmidt-Römhild, Lübeck 2025

 

Italienische integrale Ausgabe der Tagebücher Thomas Manns
Herausgegeben von Elisabeth Galvan

Istituto Italiano di Studi Germanici (Rom) in Zusammenarbeit mit dem Verlag Mondadori
Von seinen Jugendjahren bis wenige Wochen vor dem Tod hat Thomas Mann Tagebuch geführt. Diese täglichen Aufzeichnungen dokumentieren in einem für das literarische Panorama des 20. Jahrhunderts vielleicht einzigartigen Ausmaß nicht nur die Biographie ihres Autors, sondern ebenso das Zeitgeschehen und die großen Umbrüche des vorigen Jahrhunderts.
Die italienische kommentierte und von Elisabeth Galvan herausgegebene Edition der Tagebücher Thomas Manns stellt weltweit ihre einzige vollständige Übersetzung dar. Erstmals werden sie, in Absprache mit der von Prof. Dr. Frido Mann repräsentierten Erbengemeinschaft, in ihrer integralen Form wiedergegeben. Die von der staatlichen italienischen Forschungseinrichtung Istituto Italiano di Studi Germanici (Rom) in Zusammenarbeit mit Thomas Manns italienischem Hausverlag Mondadori publizierte Ausgabe behält die zehnteilige Struktur der deutschen Edition bei, die Peter de Mendelssohn und Inge Jens in den Jahren 1977-1995 bei Fischer herausgegeben haben.
Soeben ist der erste Band Diari 1918 -1921 erschienen, übersetzt und kommentiert von Luca Crescenzi. Der Editionsplan sieht vor, dass das zehnköpfige italienische Übersetzerteam pro Jahr zwei neue Bände publiziert.        

 Verlag Mondadori 2025

 

»Liebes Fräulein Herz«
Briefwechsel mit Ida Herz 1924-1955
Herausgegeben von Holger Pils
Der letzte große, bislang noch nicht veröffentlichte Briefwechsel Thomas Manns  
Die jüdische Buchhändlerin Ida Herz war Thomas Manns treueste Leserin und erste Archivarin. Auch wenn in der Familie Mann manchmal über »Herzchen« gespottet wurde, wussten alle: Ihre Treue war bedingungslos. Häufig nahm Thomas Mann ihre Hilfe in Anspruch. Er nahm Anteil an ihrem Exilschicksal, öffnete sich ihr in Briefen und porträtierte sie im »Doktor Faustus«. Ida Herz sagte über Thomas Mann: »Er war mein bester Freund«. Es war allerdings eine ungleiche Freundschaft, eine Geschichte von euphorischer Hingabe und schließlich bitterer Enttäuschung. Über 400 Briefe dokumentieren diese ungewöhnliche Beziehung, in die auch Katia Mann einbezogen war. Ein beeindruckender Briefwechsel, in dem sich über 30 Jahre europäische und amerikanische Zeitgeschichte spiegeln. Nicht zuletzt auch ein vielschichtiger, unterhaltsamer Einblick in Thomas Manns Leben in Deutschland, der Schweiz und den USA.

 Fischer Verlag: Frankfurt a.M. 2025

 

Essays III 1926–1933
Thomas Mann, Große kommentierte Frankfurter Ausgabe. Werke, Briefe, Tagebücher, Band 16

Herausgegeben von Friedhelm Marx
Erstmals vollständig ediert und kommentiert: Thomas Manns Essays aus den späten Jahren der Weimarer Republik 
Am turbulenten kulturellen und politischen Leben der späten Weimarer Republik beteiligte sich Thomas Mann so intensiv wie wenige andere: mit Stellungnahmen, Reden, Buchbesprechungen und Essays. Seine Warnungen vor der nationalsozialistischen Bewegung machten ihn zur Zielscheibe wüster politischer Angriffe. Sie wurden in seiner Münchner Polizeiakte vermerkt und 1934 für den Antrag auf »Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit« genutzt. Zu lesen ist dieser neue Band der GKFA daher auch als fortlaufender, kritischer Kommentar zu den Wahlerfolgen der NSDAP, zum grassierenden Antisemitismus in Deutschland – und damit zur Erosion der ersten deutschen Demokratie. In seiner Vielstimmigkeit zeichnet er ein neues Bild des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Thomas Mann.

 Fischer Verlag: Frankfurt a.M. 2025

 

Thomas Mann - Ein Leben
Tilmann Lahme
Er ist der literarische Magier des zwanzigsten Jahrhunderts: Nobelpreisträger und gefeiertes Genie, Großbürger und Familienvater, mit seiner Frau Katia in jahrzehntelanger Ehe verbunden und zugleich so unglücklich, wie man nur sein kann. Er liebt und darf nicht lieben, die Vorstellungen seiner Zeit stehen ihm im Weg. Was für ein Antrieb zu großer Literatur – und was für ein leidvolles Leben.
Seit seinem frühen Welterfolg mit den ›Buddenbrooks‹ und zwei Jahrzehnte später mit dem ›Zauberberg‹ öffnen sich ihm alle Türen, bis hin zu der im Weißen Haus. Keine deutsche Stimme kämpft so hörbar gegen Hitler wie seine, kein anderer häuft Ehrungen auf sich wie er. Seine Frau Katia und seine sechs Kinder umringen ihn dabei wie eine Festung. Doch der Abgrund ist immer nur einen Schritt entfernt.
Tilmann Lahme erzählt uns diese Biografie, wie sie noch nie erzählt worden ist: mit neuen Einblicken und unveröffentlichten Quellen, mit unbekannten Tagebuchpassagen und Briefen an den besten Jugendfreund, mit dessen Erinnerungen und mit Susan Sontags nie gedrucktem Essay ›Bei Thomas Mann‹. Damit gibt er uns, worauf wir lange gewartet haben, nämlich endlich den ganzen Thomas Mann.

 dtv: München, 2025

 

Um der Güte und Liebe willen - Zehn Wege zu einem kämpferischen Humanismus
Frido Mann
Unsere Welt steht am Abgrund. Die Gefahr eines die Menschheit auslöschenden Atomschlags rückt täglich näher. Was sind die Gründe dafür? Und was können wir noch dagegen tun? Frido Mann weist in zehn Kapiteln Wege zu einem »kämpferischen Humanismus«. In einer Summe seiner Lebenserfahrungen als Musiker, Theologe und Psychologe zeigt er auf, wo die Demokratie ins Stolpern gerät und was Freiheit wirklich bedeutet. Zur Veranschaulichung zieht er Werke seiner Ahnen heran, Heinrich Manns Roman Der Untertan genauso wie Thomas Manns Novelle Mario und Zauberer, den Jahrhundertroman Der Zauberberg, den Exilroman Doktor Faustus sowie Essays und Pamphlete im Kampf für die Demokratie und gegen den Nationalsozialismus. Der Titel zitiert den »Ergebnissatz« (Thomas Mann) des Zauberberg.

  Königshausen & Neumann: Würzburg, 2025

 

Zauberberg-Handbuch
Herausgegeben von Anke Detken, Tom Kindt, Kai Sina
Thomas Manns „Der Zauberberg“ (1924) ist ein Meisterwerk der Romankunst und ein Hauptbeitrag der deutschsprachigen Literatur zur internationalen Moderne. Das Handbuch stellt Grundlageninformationen über Entstehung und Form des Romans zusammen, analysiert Themen, Strukturen und Gattungstraditionen, informiert über die weit verzweigte Rezeption und stellt exemplarisch neuere Forschungszugänge dar. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die brisanten politischen Implikationen des Romans und seiner Genese, die programmatische Intertextualität sowie die Internationalität der „Zauberberg“-Rezeption.

 J. B. Metzler: Heidelberg, 2025

 

Realistische Moderne - Modernistischer Realismus 
Verhältnis von Verfahren und Epoche (nicht nur) bei Thomas Mann
Herausgegeben von Jan Hurta, Dr. Michael Navratil, Maike Neumann
Thomas Mann ist einer der bedeutendsten Erzähler der literarischen Moderne. Allerdings wird bis heute diskutiert, ob Mann – angesichts seines weitgehenden Verzichts auf avantgardistische Formexperimente und der Anknüpfung seines Werks an die realistische Erzähltradition des 19. Jahrhunderts – überhaupt als wahrhaft ‚moderner‘ Autor gelten könne.
Der Band unternimmt den Versuch, Realismus und Moderne nicht als einander ausschließende Konzepte zu begreifen, sondern vielmehr nach ihren Konvergenzen und produktiven Abhängigkeiten zu fragen. Die realistische Moderne respektive der modernistische Realismus wird dabei mit Blick auf Thomas Mann, aber auch auf die Werke anderer bedeutenden Autor:innen des 19. und 20. Jahrhunderts diskutiert.

Mit Beiträgen von
Kristin Bönicke | Matthias Grüne | Jan Hurta | Tom Kindt | Sascha Michel | Michael Navratil | Maike Neumann | Fabian Rüther | Florian Scherübl | Maren Scheurer | Janka Zündorf

 Rombach: Freiburg, 2025

 

Hans Wißkirchen:
Zeit der Magier
Heinrich und Thomas Mann 1871-1955
Politik und Literatur: Hans Wißkirchens große Biographie über Heinrich und Thomas Mann 
»Was reden doch die zwei unwissenden Magier da?« Das dachte Golo Mann immer wieder, wenn er Heinrich und Thomas, seinen Onkel und seinen Vater, über Politik reden hörte. Wie aber steht es wirklich um die politische Urteilskraft dieser beiden großen Autoren des 20. Jahrhunderts? Wie wurden diese beiden Bürgersöhne aus Lübeck zu glühenden Verteidigern der Demokratie? Hans Wißkirchen, Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft, zeichnet in seiner Biographie der Brüder ein differenziertes Bild, bei dem Politik und Literatur nicht zu trennen sind und das dank bisher unbekannter Briefe vor allem die Zeit des frühen Exils in ein neues Licht rückt. Weil erstmals beide Brüder gleichberechtigt zu Wort kommen, korrigieren sie sich immer wieder gegenseitig. Beide kommen aus dem ideologischen Raum der Jahrhundertwende. Demokratie ist für beide keine Selbstverständlichkeit. Gerade deshalb wissen sie, was auf dem Spiel steht, und kennen die Gegner ganz genau. Ein engagiertes, unverzichtbares Buch über Heinrich und Thomas Mann und die wiederkehrende Bedrohung der Demokratie.

 Fischer Verlag: Frankfurt a.M. 2025

 

Barbara Hoffmeister:
»... ich will Euch niemals verlassen«
Thomas Mann und sein Verlag

Absolute Freiheit des Künstlers und »abenteuernde Weltkindlichkeit« nahm Thomas Mann zeitlebens für sich in Anspruch, doch mit gleicher Beharrlichkeit erwies er sich als Mann der Kontinuitäten. Eine kurze Geschichte seiner einzigartigen lebenslänglichen Verbundenheit mit Samuel Fischers Verlag erzählt Barbara Hoffmeister. Sie berichtet vom Wechselspiel zwischen Autor und Verleger, von anschwellenden und nicht gekürzten Manuskripten, kriegerischen Bocksgesängen oder der Einübung in die Weimarer Demokratie. Außerdem liest sie die nackten Zahlen, schildert Ängste und Anfechtungen, gemeinsame Erfolge und trennende Zerreißproben in einer schicksalshaften persönlichen Verflechtung noch über die Kindergenerationen und die Exilexistenz von Verlag und Autor auf verschiedenen Kontinenten hinweg.

»Unsere Charaktere passten zueinander, und ich habe immer gefühlt, dass ich der geborene Autor für ihn und er mein geborener Verleger war.« Thomas Mann über Samuel Fischer, 1934

 Fischer Verlag: Frankfurt a.M. 2025

 

Thomas Manns politische Philosophie / Thomas Mann's Political Philosophy
Herausgegeben von Claudia Franziska Brühwiler

Unter den Romanautoren zählt Thomas Mann (1875–1955) zu den größten. Doch neben, mit und in der literarischen Produktion hat er auch wichtige Beiträge zur politischen Philosophie geleistet. Diese will der Schwerpunkt dieses Bandes, der 150 Jahre nach Thomas Manns Geburtstag erscheint, wieder aufspüren.
Wieder – denn seinerzeit hatte Manns Stimme Gewicht: während der Weimarer Republik, als er sich schnell vom Gegner zum Unterstützer der ersten deutschen Republik entwickelte, erst recht während der Nazizeit vom US-Exil aus, wo die Presse ihn als «Hitler’s most intimate enemy» adelte, aber auch danach, als Mann die junge Bundesrepublik, von der Schweiz aus, kritisch begleitete. Diese Zeiten wieder lebendig machend, untersucht die Autorin Manns Beiträge zur politischen Philosophie. Dabei kommen sowohl Manns politische Schriften und Reden als auch seine berühmten Romane und Novellen zu Wort.

 Schwabe Verlag: Basel, 2025

 

Thomas Mann: 
Zur Verteidigung der Demokratie
Politische Schriften
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Matthias Löwe und Kai Sina
Thomas Manns wichtigste Schriften zur Demokratie
»Es ist mit der Selbstverständlichkeit der Demokratie in aller Welt eine zweifelhafte Sache geworden.« Dieser Hinweis stammt nicht etwa aus einem Kommentar zur politischen Lage der Gegenwart, sondern aus Thomas Manns Vortrag »Vom zukünftigen Sieg der Demokratie« aus dem Jahr 1938. Nicht zufällig wird Thomas Mann in der Gegenwart als leidenschaftlicher Verteidiger der Demokratie wiederentdeckt. Wie wenig selbstverständlich diese Staatsform und die damit verbundene Kultur ist, hat er durch die Zerstörung der Weimarer Republik am eigenen Leib erfahren. Versammelt werden im vorliegenden Band erstmals alle einschlägigen Reden, Essays und Ansprachen zur Demokratie. Verblüffend aktuell ist Thomas Mann nicht zuletzt deshalb, weil er Demokratie auch als Lebensstil versteht: als Einübung in den gelassenen Umgang mit Pluralität.

 Fischer Verlag: Frankfurt a.M. 2025

 

Thomas Mann:
Deutsche Hörer! Radiosendungen nach Deutschland
Neuausgabe mit einem Vorwort und einem Nachwort von Mely Kiyak
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verließ Thomas Mann Deutschland und kehrte nie wieder zurück. Im Schweizer Exil verlor der deutsche Literaturnobelpreisträger 1936 seine Staatsbürgerschaft. Er emigrierte weiter nach Amerika, von wo aus er ab 1940 seine Anti-Kriegsreden sendete. In 58 verzweifelten, glühenden humanistischen Appellen redete er den deutschen Hörern bis November 1945 ins Gewissen. Seine Radioansprachen, auf abenteuerlichen Wegen von der BBC nach Europa übertragen, sind einzigartige Dokumente eines aufrechten Deutschen. 
»Ich kann mir nicht helfen: es tut doch wohl, Hitler so recht ins Gesicht hinein einen blödsinnigen Wüterich zu nennen.« Thomas Mann

  Fischer Verlag: Frankfurt a.M. 2025

 

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